Die Menopause und die Kraft der Veränderung im Leben der Frau

Die Menopause markiert einen bedeutenden Wendepunkt im Leben einer Frau. Sie bringt nicht nur körperliche Veränderungen mit sich, sondern auch eine tiefgreifende innere Transformation.

In dieser Phase können Frauen neue Kraftquellen entdecken, die ihnen helfen, Prioritäten neu zu setzen und das Wesentliche zu erkennen. Die Menopause bietet die Gelegenheit, sich von alten Mustern zu lösen und mit neuer Energie und Klarheit in die besten Jahre des Lebens zu starten.

Die Menopause – ein Phänomen der Spezies Mensch

Von allen Säugetieren ist der Mensch die einzige Spezies, bei der die Frau mit fortgeschrittenem Alter nicht mehr gebären kann – und das aus gutem Grunde:

In der Tierwelt ist das Weibchen erst dann wieder in der Lage, trächtig zu werden, wenn die Jungen, die davor geboren wurden, bereits ohne Unterstützung lebensfähig sind. 

Bei den menschlichen Nachkommen dauert es im Vergleich zu den tierischen Sprösslingen deutlich länger, bis diese sozusagen flügge werden. Dennoch ist die Frau dazu in der Lage, nach einer Geburt sehr bald wieder Kinder in die Welt zu setzen.

Das ist körperlich eine große Herausforderung und Leistung. Die natürliche und notwendige Konsequenz für die Frau ist, ihre Fortpflanzungsfähigkeit einzustellen. Dadurch spart sie nicht nur Energie ein, sondern kann in der Funktion der Großmutter bei der Erziehung der Kinder der jüngeren Generation unterstützend zur Seite stehen.

Die Zahl Sieben

Die Sieben ist für Frauen eine bedeutungsvolle Zahl. Sie wird auch als Zahl des Mondes bezeichnet, da die Phasen des Mondes in 4 Abschnitte zu je 7 Tagen eingeteilt werden (zunehmender Halbmond, Vollmond, abnehmender Halbmond, Neumond).

Da der Mondzyklus mit dem Menstruationszyklus der Frau korrespondiert, finden wir die 7-Jahres-Rhythmik auch im Leben der Frau wieder.

Ein weiterer Zusammenhang für diesen Zyklus besteht in der TCM über die Bedeutung der Nieren und deren Funktion im Laufe unseres Lebens:

In den Nieren ist unsere sogenannte Essenz beheimatet. Die Essenz ist unsere Basis Energie, die wir von unseren Eltern geerbt haben. Im Laufe unseres Lebens verbrauchen wir sie – abhängig vom Lebensstil schneller oder langsamer.

Sie versorgen laut TCM auch die Knochen, Zähne, das Gehirn und das Knochenmark.

So ist die Entwicklung dieser Substanzen, ihr Auf- und Abbau, die Basis für den 7-Jahres-Zyklus der Frau. (Bei Männern sind es 8 Jahre.)

In der folgenden Betrachtung findest du neben den körperlichen Entwicklungsstadien auch Beschreibungen von Lebensabschnitten, deren Themen sich im Laufe der letzten Jahrzehnte durch die Änderung unseres Lebensstils jedoch stark veränderten.

Der 7-Jahres-Zyklus:
Orientierungshilfe und Wendepunkte

Der 7-Jahres-Zyklus der TCM ist, neben den vielen anderen Zyklen, die uns zur Verfügung stehen, eine weitere Möglichkeit der Orientierung für die Frau.

Wo stehe ich?
Wie passe ich meine Lebensumstände den energetischen Bedingungen an?
Wie gestalte ich die Wendepunkte zwischen den Zyklusphasen?

Der 7-Jahres-Zyklus ist eine Einladung an die Frau, hin zu spüren und achtsam mit sich selbst zu sein.

Der 7 Jahres – Zyklus der Frau

7 Jahre:
Schulreife. Die Nieren Energie ist stark genug, um die bleibenden Zähne zu bilden.
14 Jahre:
Der Chong Mai (Wundermeridian, Meer des Blutes), der für die Monatsblutung verantwortlich ist, füllt sich. Die erste Monatsblutung, die Menarche, tritt ein.
21 Jahre:
Die Weisheitszähne entstehen und brechen durch – die Frau ist erwachsen (einstmals volljährig).
28 Jahre:
Die Frau ist am Höhepunkt ihrer körperlichen Entwicklung. Haare, Nägel und die Knochen sind am bestmöglichsten versorgt.
Von nun an beginnt die Nierenkraft langsam aber sicher abzunehmen. Oft haben Frauen jetzt noch einmal eine besonders fruchtbare Phase. Der physiologische und emotionale Wunsch, sich in dieser Zeit fortzupflanzen, geht damit oft einher.
35 Jahre:
Haare und Haut werden nicht mehr so gut versorgt. Die ersten Fältchen entstehen. Der Chong Mai beginnt, die Gebärmutter weniger zu versorgen. In der TCM sagt man, die Verbindung der Frau zur Erde und zu ihren irdischen Aufgaben nimmt ab.

Ursachen für Beschwerden rund um die Menstruation, die mit einer Stagnation einhergehen, (PMS, Schmerzen) sollten spätestens jetzt erkannt und aufgelöst werden, damit sich diese Muster nicht auf andere Weise in den Wechseljahren zeigen können. Je besser dies gelingt, umso entspannter und beschwerdefreier kann die Frau ihrem zweiten Frühling entgegenblicken.

42 Jahre:
Der Prozess geht weiter. Die grauen Haare werden mehr und die Fruchtbarkeit der Frau nimmt zunehmend ab. Es beginnt die Zeit der Lösung von den familiären Pflichten. Mit spätestens 45 Jahren befindet sich die Frau in der ersten Phase der Wechseljahre, der Prämenopause.

49 Jahre:
Menopause: Der Chong Mai wird schwächer und versorgt schließlich die Gebärmutter nicht mehr mit Blut. Die Frau kann ab nun keine Kinder mehr gebären.

Die Fließrichtung des Chong Mai verändert sich im Laufe dieses Prozesses: das Qi wird nicht mehr harmonisch nach oben und unten verteilt. Stattdessen fließen die Energien verstärkt nach oben. Diese Umkehr, die nach oben drängende Kraft, ist auch die Ursache für die allermeisten Beschwerden in den Wechseljahren (Hitzewallungen, Schlafstörungen, Unruhe).

Je mehr eine Frau mit ihrem Leben im Einklang sind und je besser sie in den Jahren davor gelernt hat, ihre Emotionen auszudrücken und nicht zu unterdrücken, umso mehr kommt auch ihr Körper mit dieser Wende der Energien klar. Trägt sie hingegen ihre unaufgelösten Themen noch immer mit sich herum, können diese in der Zeit des Wandels noch einmal in Form von starken Wechseljahrsbeschwerden zum Ausdruck kommen.

 

    Wechseljahre – Wandlungsjahre – zweiter Frühling

    Nach der Menopause beginnt für die Frau eine neue Lebensphase

     Ihre irdischen Aufgaben, Leben zu schenken und Kinder groß zu ziehen, sind abgeschlossen. Auf den irdischen Zyklus folgt nun der Himmlische. Jene Energien, die in den Jahrzehnten davor für das Gebären und Großziehen der Kinder gebraucht wurden, stehen nun für Spiritualität und geistige Entwicklung zur Verfügung.

    Mit der Menopause beginnt eine neue Ära, bestimmt durch Klarheit und Selbstbestimmung. Die Wünsche und Bedürfnisse der Frau treten in den Vordergrund. Der zweite Frühling, die oftmals besten Jahre beginnen.

    Das Yang der Frau tritt verstärkt in den Vordergrund und gibt vielen Frauen einen regelrechten Energieschub. Neue Projekte, Umorientierungen, mitunter auch die Loslösung aus einer zuvor noch geduldeten Partnerschaft können die Folge sein.

    Die versiegende Essenz in den Nieren schärft den Blick der Frau für das Wesentliche. Dinge, die früher wichtig erschienen, verlieren an Bedeutung. Ruhe, Gelassenheit und Weisheit treten an ihre Stelle.

    Die Menopause bringt wundervolle Geschenke mit sich.

    Nimmt sie diese Geschenke an, kann diese Phase der Beginn einer wunderschönen Phase werden. 

    Wir sprechen nicht umsonst vom goldenen Herbst

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